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Lokalerbe im Waldgebiet

Der Wald von Andaines verbirgt zahlreiche kleine Schätze, die Sie auf Ihren Fuß- oder Radwanderungen (oder auch per Auto) entdecken werden.

 

Prieuré Saint Ortaire

(Saint Michel des Andaines – 1,5 km)

Saint Ortaire hatte den Ruf, Wunder zu wirken. Die Gläubigen, die zur Kapelle kamen, hinterließen einen Stein in den Ästen der ringsum stehenden Bäume, genau in der Höhe, in der sie Schmerzen oder die zu heilende Krankheit  spürten. Die Größe des Steins stand in direktem Verhältnis zur Schwere der Krankheit. Wenn der Stein ohne äußeres Einwirken herunterfiel, war die Krankheit geheilt.

Sie können zwei Kapellen besichtigen: die Kapelle der Serviten aus dem 20. Jahrhundert (Glasfenster und Altar von Bernard Chardon) und die "Kapelle Saint Ortaire et Sainte Radegonde", eine Privatkapelle aus dem 18. Jahrhundert. Der Weiler verdankt seinen Ruf dem Ermiten Saint Ortaire, der die Gegend etwa im 6. Jahrhundert nach Christus evangelisierte, sowie dem Ritual der heilenden Steine.

 

 

Die Eiche Hippolyte

(Saint Michel des Andaines – 3 km)

Die Eiche trägt den Namen des Forstmeisters Hippolyte Foinet (1876-1956), der an der Kreuzung "carrefour de l’Épinette" wohnte und der sie am Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ehren kommen ließ. Sie ist die älteste der Eichen im Wald von Andaines: älter als300 Jahre, mit einem Umfang von 5,26 m in  1,30 m Höhe über dem Boden  (Parzelle 46).

 

Dolmen « Le Lit de la Gione »

(Juvigny sous Andaine – 5 km)

Der Dolmen wird "Das Bett der Gione" genannt, nach einer Legende, die besagt, daß die böse Fee « La Gione » diesen Ort bewohnte. Ihre Wohnung sollte unter den Riesen-Steinblöcken liegen, die sie in ihrer Schürze hierhergebracht haben soll.

Sie besuchte die Bauern, die gezwungen waren sie zu empfangen. Eines Tages - es war Fatsnachtsdienstag - wurde sie vom Duft heißer Krapfen in einem Bauernhof angezogen und sah, wie Kinder in Eierschalen, die sie in die Asche der Feuerstelle legten, Wasser heiß machten. Sie kam immer öfter, um die winzigen Kochtöpfe zu bewundern. Die Bewohner wollten sie aber loswerden, und so legten sie die im Feuer erhitzte Eierkuchenpfanne auf den Schemel, auf den sie sich zu setzen pflegte. Sie setzte sich auch wie gewöhnlich, aber gleich darauf stieß sie einen fürchterlichen Schrei aus, schwang sich auf ihren Besen und fuhr durch den Kamin ins Freie. Sie wurde nie wieder gesehen. 

 

Tour de Bonvouloir

(Juvigny sous Andaine – 6 km)

Der "Turm des Guten Willens" im Süden des Waldes von Andaine besteht eigentlich aus zwei Türmen. Er ist 26.5 Meter hoch und wurde 1485 erbaut, um bei Tag und mit Beleuchtung auch bei Nacht den in der Umgebung umherirrenden Soldaten als Wegweiser zu dienen. Die Tours de Bonvouloir stehen seit 1926 uunter Denkmalschutz.

Die Stelle wird außerdem mit der Legende von der Entdeckung der Quelle von Bagnoles in Verbindung gebracht.

 

Chapelle Ste Geneviève

(Juvigny sous Andaine – 10 km)

Zu dieser Kapelle aus Granit aus dem 20. Jahrhundert kamen früher die jungen Mädchen, sie gerne heiraten wollten : sie brauchten nur ihren Namen auf  eine der Wände zu schreiben.

Die Kapelle liegt im Süden des Waldes von Andaines. Ursprünglich war sie im Jahr 1856 entstanden und 1939 von Abt Derouet wiederaufgebaut worden, der zusätzlich eine Allee von Steinbänken und  Skulpturen errichtete.

 

Gorges de Villiers

(St Ouen le Brisoult – 10 km)

Die Schluchten liegen zwischen Antoigny und dem Tal de La Cour; an ihrem Grund sucht das  Flüßchen « La Gourbe » sich einen Weg über Felsbrocken und Hänge.

Die Landschaft der Gorges de Villiers ist wild, rauh und einsam und stellte für die Bewohner auf dem Land für lange Zeit die Gefahr und das Unbekannte dar. Viele Legenden ranken sich um diesen Ort, von der heiligen Quelle Chaude-Fontaine zur Grotte der Fee Gisèle. Die Führung « Märchen und Legenden » nimmt Sie mit auf eine Reise in die Welt der Vorstellung, die von Zauberern und Geistern bevölkert wird.

Der Ort ist Teil der sensiblen Naturräume der Orne und berühmt für seine bemerkenswerte Flora und Fauna sowie das Panorama.

Praktischer Tipp:

Markierter Wanderweg, zugänglich das ganze Jahr über: Entdeckung in 9 Etappen (dBroschüre vor Ort verfügbar).

Zufahrt: Parkplatz in Saint-Ouen-le-Brisoult, Weiler von Villiers.

Geführte Besichtigungen, organisiert vom Parc Naturel Régional Normandie-Maine. Tel. : 02 33 81 75 75.

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