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Der Stadtviertel "Belle Epoque"

Le Grand Domaine - Das Stadtviertel der Belle Epoque

Im Jahr 1886 erstellt Albert Christophle, Anwalt und Minister für öffentliche Arbeiten, ein strenges Pflichtenheft für die Errichtung eines Stadtviertels, das die ersten Touristen aufnehmen soll: die junge Klasse der Bourgeoisie ist in der Industrie reich geworden. Die neue Kundschaft hat neue Bedürfnisse und beginnt, ihren Urlaub in Heilbädern zu verbringen, nicht zuletzt dank der Entwicklung der Bahnverbindungen. Sie sucht Exotismus, Gesundheit und Ruhe.

 

Das Viertel liegt auf 43 ha Waldgebiet, das in Parzellen von 3000 bis 5000 m² aufgeteilt ist. Die Bedingungen für den Bau der Villen, der Umzäunung usw. sind im Pflichtenheft sehr genau vorgegeben.

 

Die Architekten dürfen nur natürliche und lokale Materialien verwenden (Sandstein aus dem Armorikanischen Massiv, Eisen, Holz, Schiefer, Emaille). Die Volumen (vorspringende Fenster, "Bow-Window" genannt, Vordächer, Balkone, Markisen und imposante Dächer) und Farben mit ihren jeweiligen symbolischen Bedeutungen (Blau: Wasser, gelb: Luft, grün: Natur und rot: Erde) -  alles ist genau vorgeschrieben.

 

 

Die Urlaubsgäste sollen sich von Juni bis September in diesen Villen aufhalten und die Heilkräfte der Quelle nutzen, während sie die gesunde Waldluft einatmen und die Unterhaltungsmöglichkeiten im Spielcasino, dem Tennisklub oder der Pferderennbahn wahrnehmen.

 

Die « Belle-Époque » wird durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendet.

 

Sowohl das Spielcasino als auch die Kirche Sacré-Coeur (die ins "Kulturerbe des 20. Jahrhunderts" aufgenommen wurde) wurden im Jugendstil erbaut und tragen viel zum Charme des zeitlosen Kurorts bei.

 

Geführte Besichtigung des Stadtviertels auf Reservierung beim Fremdeverkehrsverein  02.33.37.85.66.

 

Die Broschüre zum Stadtviertel der Belle-Époque hier herunterladen (in Englisch)

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